Kinderbetreuung und Verdienstausfall // Pflege von Angehörigen

Informationen zu Hilfen für erwerbstätige Sorgeberechtige, die wegen der Betreuung ihrer Kinder vorübergehend nicht arbeiten können.

So heißt es (Zitat):
Für Sorgeberechtigte, die wegen der Betreuung ihrer Kinder vorübergehend nicht arbeiten können, gibt es einen Entschädigungsanspruch. In das Infektionsschutzgesetz ist auf Initiative des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales ein Entschädigungsanspruch für Verdienstausfälle bei behördlicher Schließung von Schulen und Kitas zur Eindämmung der gegenwärtigen Pandemie aufgenommen worden. Die neue Vorschrift des § 56 Abs. 1a Infektionsschutzgesetz gewährt erwerbstätigen Sorgeberechtigten, die ihre Kinder infolge der behördlichen Schließung oder eines Betretungsverbots von Kinderbetreuungseinrichtungen, wie Kita oder Schule, selbst betreuen müssen und deshalb einen Verdienstausfall erleiden, einen Entschädigungsanspruch. Die Auszahlung der Entschädigung übernimmt bei Arbeitnehmern der Arbeitgeber. Dieser kann seinerseits bei der von den Ländern bestimmten zuständigen Behörde einen Erstattungsantrag stellen.
BMAS

Vorrausetzungen, Höhe und Dauer

  • Das Kind ist jünger als zwölf Jahre oder das Kind hat eine Behinderung und ist auf Hilfe angewiesen
  • Der Verdienstausfall resultiert unmittelbar aus der Kita- bzw. Schulschließung
  • Die Regelungen gelten hierbei auch für Geringverdiener, Pflegeeltern sowie Selbstständige (Letztere müssen die Entschädigung direkt bei der Behörde beantragen)
  • Die Entschädigung beträgt 67 Prozent des Verdienstausfalls und ist der Höhe nach auf 2.016,00 €/voller Monat gedeckelt
  • Die Entschädigung wird für den Zeitraum des Verdienstausfalls gewährt, längstens jedoch sechs Wochen
  • Die Regelungen gelten bis Ende 2020

Quellen:
tagesschau.de
BMAS
§ 56 Abs. 1a, Abs. 2 IfSG


Unterstützung bei der Pflege von Angehörigen

  • Bei akuten Pflegenotfällen besteht die Möglichkeit, sich zehn Tage von der Arbeit freistellen zu lassen
  • Bei Lohnausfall besteht die Möglichkeit, Pflegeunterstützungsgeld zu beantragen, max. 109,00 €/Tag abzgl. Sozialversicherungsbeiträgen; je Pflegebedürftigen bis zu zehn Tage

Quellen/weitere Informationen:
Finanztip (weitere Informationen zusätzlich hier)
BMFSFJ
§ 44a SGB XI

Beratungsschritte für von Corona betroffene Selbstständige

Wir möchten auf eine Handreichung für Beratungsschritte für von Corona betroffene Selbstständige vom Expertenforum Selbstständige BAG-SB hinweisen.

Quelle:
Infodienst Schuldnerberatung
Dipl. Kaufm. Frank Wiedenhaupt, BAG-SB

Pfändungsschutzkonto

Bei Kontopfändung ist ein Pfändungsschutzkonto (oder auch P-Konto) eine gute Möglichkeit, sein Kontoguthaben bis zu einem gewissen Betrag (Sockelbetrag: 1.178,59 €) zu schützen.

Es besteht ein Anspruch auf erhöhte Freibeträge, bspw. wenn bei bestehenden Unterhaltsverpflichtungen Unterhalt gewährt wird oder Kindergeld auf das betreffende Konto eingeht. Für einen erhöhten Freibetrag ist in aller Regel eine Bescheinigung für die Bank erforderlich. Die Bescheinigung kann u. a. durch die örtlichen Schuldnerberatungsstellen (Link) in Rheinland-Pfalz ausgestellt werden. Die Beratungsstellen können auch bei weiteren Fragen behilflich sein.

Weitere, ausführliche Informationen zum Pfändungsschutzkonto stellt auch die Verbraucherzentrale auf ihren Internetseiten (Link) bereit.